Mythologie der Kometen im Altertum



Erscheinungsbild

Der Begriff "Komet" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "der Haarige" bzw. "Haarstern".
In Sonnennähe zeigen Kometen einen diffus-verwaschenen Kernbereich, die sogenannte Koma; sie ist eine optisch dichte Gas- und Staubumgebung, in die der eigentliche Kern (nicht sichtbar) eingehüllt ist. Ferner existieren ein oder mehrere Schweife: Der Plasmaschweif, bestehend aus ionisierten Teilchen, ist radial von der Sonne weggerichtet; der stärker gekrümmte Staubschweif setzt sich aus mikrometergroßen Partikeln zusammen, die das Sonnenlicht reflektieren.


Kometen in der griechisch-römischen Antike

Unklar war über die Jahrhunderte die rämliche Zuordnung der Kometen, d.h. ob sie Teil des Kosmos (Astronomie) oder der Erde (Meteorologie) waren.
  • Seneca (4 BC-65 AD) trug zur wissenschaftlichen Erkenntnis nicht sehr viel bei, doch unterstützte er die heute modernen Ideen: geschlossene Bahnen, ihre Vielfalt und ihre periodische Wiederkehr.
  • Claudius Ptolemäus (ca. 100-175 AC) förderte durch seine astrologische Sichtweise die bereits geläufige Ansicht, daß Kometen böse Omen seien.

Komet auf röm. Münze
Unter den alten Gelehrten galten Aristoteles und Ptolemäus als die beiden dominierenden Autoritäten, doch keiner von beiden betrachtete Kometen als wirkliche Himmelskörper.


Herausragende Kometen in der Geschichte

Die ersten bekannten Erwähnungen von Kometen gehen ins 11. Jahrhundert BC zurück. Ungefähr um 1059 BC berichtet eine chinesische Quelle, daß ein "Besenstern" mit einem Stiel nach Osten deutend während eines Krieges erschien (Tabelle nach Donald Yeomans, 1991).

Der Halleysche Komet und seine Sichtungen
Liste der Erscheinungen

Kometen mit Einfluß auf die Weltgeschichte
Beispiele von Omina

Kometen mit wissenschaftlicher Bedeutung
Besondere Kometen

Lithograph des französischen Satiristen Honoré Daumier.
Man schätzt, daß es Billionen oder mehr Kometen gibt, die sich um die Sonne bewegen, aber nur wenige von ihnen sind bisher ins innere Sonnensystem vorgedrungen. Die manchmal spektakuläre Erscheinung gehört ohnehin zu den ganz seltenen Fällen.





Last modified: 2003, Jul 18